Podiumsdiskussion zum Thema: „Mediation im Kontext internationaler Beteiligung“ auf dem Mediationskongress in Dresden 2016

Gepostet von am Feb 4, 2017 | Keine Kommentare

Podiumsdiskussion zum Thema: „Mediation im Kontext internationaler Beteiligung“ auf dem Mediationskongress in Dresden 2016

Zusammen mit:

Daniela Falkenberg,

Hendrik Fenz

Sebastian Kremser

Beteiligung an der Podiumsdiskussion: Mediation im Kontext internationaler Beteiligung

Karin Struck e-f-k Entwicklungen 

emotional-friedlich-kreativ

ich bin davon überzeugt:

dass jeder Veränderungsprozess eine gefühlsmäßige Grundlage braucht;

das positive Veränderung nur friedlich erfolgen kann;

jedem Menschen eine schöpferische Kreativität innewohnt;

die er zur Lösung von Konflikten;

zu seinem Wohl;

zum Wohl der Gesellschaft in der er sich gerade befindet;

einsetzen kann.

Die Teilnehmenden des Forums bekamen von meiner Seite aus einen Einblick in das im Paschtunwali verankerte Konfliktlösungssystem der Jirgas. Afghanische Jirgas/Shoras sind Teil eines sehr alten, noch bestehenden Konfliktlösungssystem aus dem Paschtunwali, welche als Plattform für Friedensverhandlungen in ganz Afghanistan dienen. Dieses Konfliktlösungssystem wird von den Flüchtlingen mit nach Europa gebracht. Erkenntnisse daraus können in die tägliche Mediationspraxis einfließen. Ausserdem können diese zu einem besseren Verständnis im Umgang mit den Flüchtlingen in aufkommenden kulturellen Konflikten dienen.

Ganz besonders möchte ich mein Augenmerk auf die unterschiedlichen Konfliktlösungssysteme legen, die als Teil des kultureller Hintergrunds der entsprechenden Konfliktparteien aufeinandertreffen.
Jeder einzelne bringt, wenn er zu einem Konfliktlösungsverfahren eingeladen wird nicht nur seinem eigenen persönlichen kulturellen Hintergrund mit, sondern auch eine persönliche Vorstellung für ein von ihm innerhalb seiner Kultur gelebtes Konfliktlösungsverfahren.

Wenn diese- seine unterschiedliche Erwartungshaltung in Bezug auf ein Konfliktlösungssystem -unberücksichtigt bleibt, kann dies zur weiteren Verkomplizierung des Konflikts und als weitere Folge zu einer Ablehnung eines Mediationsverfahrens führen.

In meiner persönlichen Mediationspraxis berücksichtige ich diesen wichtigen Aspekt ganz besonders bei meiner Arbeit mit Flüchtlingen.

 

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